Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Aymat Catafau, Nikolas Jaspert, Thomas Wetzstein (dir.), Perpignan 1415. Un sommet européen à l'époque du Grand Schisme d'Occident, Münster: LIT Verlag 2019 (= Geschichte und Kultur der Iberischen Welt Bd. 15). 688 S.

1415 trafen sich der deutsche Herrscher Sigmund und König Ferdinand I. von Aragon in Perpignan, um Papst Benedikt XIII. zur Abdankung zu veranlassen. Trotz der Unterstützung seitens des berühmten Bußpredigers Vinzenz Ferrer OP brach Benedikt diese Verhandlungen ab. Daraufhin bereitete das Abkommen von Narbonne den Weg für die Anhänger seiner Obödienz, dem Konzil von Konstanz beizutreten.


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Niccolo Steiner, Diego Laínez und Alfonso Salmerón auf dem Konzil von Trient. Ihr Beitrag zur Eucharistie- und Messopferthematik, Stuttgart 2019. 469 S.

 

Das Konzil von Trient (1545-1563) war für die Katholische Kirche das zentrale Ereignis des konfessionellen Zeitalters. Die beiden Jesuiten Diego Laínez und Alfonso Salmerón waren die einzigen Theologen, die an allen drei Sitzungsperioden des Konzils teilnahmen. Ihre Beiträge zur Eucharistie- und Messopferthematik stehen, gemeinsam mit den zentralen Themen Schrift und Tradition sowie Rechtfertigung, im Zentrum der Auseinandersetzung des Konzils mit den neu entstehenden Kirchen der Reformation. Der vorliegende Band arbeitet minutiös die Arbeitsweise der beiden Jesuitentheologen und ihren Anteil an den Trienter Dekreten zum Eucharistiesakrament und zum Messopfer heraus und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Konzils.


Heft 38/2 (12016(2017) des AHC erschienen

Aktuell

Das Heft enthält überwiegend Beiträge von der Tagung zur Konziliengeschichte, die unter dem Titel Konzil und Frieden vom vom 15.-17. September 2016 in Berlin statgefunden hat (zum Inhalt). 


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Konzil von Pavia-Siena (1423-1424) - Ansgar Frenken


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Konzil von Konstanz (1414-1418) - Ansgar Frenken


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Alla ricerca di soluzioni nuova luce sul Concilio Lateranense V. Studi per i 500 anni del Concilio, a cura di Nelson H. Minnich, Libreria Editrice Vaticana: Città del Vaticano 2019. 396 pp.

 

Der Band veröffentlicht die Beträge eines vom Pontificio Comitato di Scienze Storiche im Jahre 2016 an der Lateranuniversität veranstalteten Kongresses aus Anlass der 500 Jahre des Abschlusses des V. Laterankonzils (1512-1517). Das Konzil, das wegen des Beginns der Reformation im Jahr seines Abschlusses keine starke Rezeption erfahren hat, ist auch in der wissenschaftlichen Forschung bislang wenig behandelt worden. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich nur noch vereinzelt Untersuchungen zu dieser Synode. Einer der wenigen Autoren, die sich der Erforschung des Lateranense gewidmet haben ist Nelson H. Minnich, Herausgeber des vorliegenden Bandes. Das von Papst Julius II. einberufene Konzil wird hier von 19 Autoren im damaligen bewegten internationalen politischen Kontext dargestellt und seine institutionelle und theologische Relevanz gewürdigt.

 


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Bernward Schmidt, Kleine Geschichte des Ersten Vatikanischen Konzils, Herder: Freiburg i.Br. 2019. 376 S. ISBN: 978-3-451-38430-1

 

 

Anlässlich des 150. Jahrestages des I. Vatikanums bietet der Autor, Ordinarius für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Eichtstätt-Ingolstadt, eine historische Orientierung und schildert die Geschichte dieses Konzils. Die größeren Zusammenhänge in Theologie- und Kirchengeschichte kommen dabei in den Blick: die Auswirkungen der Revolutionen seit 1789, der Ultramontanismus, die Entwicklung einer spezifisch römischen Theologie. Die »Vorspiele« des Konzils mit dem Mariendogma von 1854 und dem »Syllabus errorum« von 1864 werden ebenso thematisiert wie die Verwerfungen, zu denen das Konzil nach 1870 geführt hat.