Annales Historiae Conciliorum

  II. Konzil von Konstantinopel (553) – Salone Sistino der Biblioteca Apsotolica Vaticana, Cesare Nebbia und Mitarbeiter (1589-1590)

Die Zeitschrift Annales Historiae Conciliorum wurde 1968 von einer Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Walter Brandmüller (*1929) mit dem Titel Annuarium Historiae Conciliorum begründet..

Der erste Jahrgang der neuen Zeitschrift, für den neben Brandmüller Remigius Bäumer (1918-1998) als Herausgeber verantwortlich zeichnete, erschien 1969. Die in der wissenschaftlichen Welt gut eingeführte Zeitschrift wird jährlich in 2 Heften mit insgesamt ca. 500 Seiten gedruckt. Das Annuarium Historiae Conciliorum erschien bis Jahrgang 49 (2018/2019) im Ferdinand Schöningh Verlag/Paderborn, ein Imprint der Brill-Gruppe, NL–Leiden; seit Jahrgang 50 (2020) erscheint sie als Annales Historiae Conciliorum beim Aschendorff-Verlag/Münster. Herausgeberin ist die Gesellschaft für Konziliengeschichte e.V., die Schriftleitung nehmen Johannes Grohe, Professor für Alte und Mittelalterliche Kirchengeschichte an der Pontificia Università della Santa Croce/Rom und Thomas Prügl, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Wien, wahr. Neben den Artikeln und Beiträgen, die allesamt “peer reviewed” werden, veröffentlicht das AHC Rezensionen und eine Bibliographie, die von Ansgar Frenken/Ulm zusammengestellt wird.

 

Hinweise für Autoren

 

Bestellung einzelner Hefte als gedruckte Ausgabe:

Bis Jahrgang 49 (2018/2019): Brill Customer Services, Turpin Distribution Services Ltd

Ab Jahrgang 50 (2020): Verlag Aschendorff

 

Die Zeitschrift Annales Historiae Conciliorum mit dem Untertitel Journal for the History of Councils hat seit der Gründung als Annuarium Historiae Conciliorum ein internationales Forum für Konziliengeschichtsforschung geschaffen. In den 50 Jahren ihres Bestehens wurden im AHC etwa 700 Aufsätze veröffentlicht, von denen, abgesehen von den Beiträgen in deutscher Sprache, die den größten Anteil ausmachen, 125 in Englisch, 80 in Italienisch, 48 in Spanisch und 39 in französischer Sprache verfasst worden sind. Dazu kommen Artikel, die aus slawischen Sprachen und aus dem Griechischen übersetzt wurden.

Die Universalität des Autorenkreises spiegelt die Universalität des Forschungsgegenstandes wider – vor allem, wenn man bedenkt, dass Provinzialkonzilien im Laufe der Geschichte ja tatsächlich in allen fünf Kontinenten gehalten wurden. Die Zeitschrift verfolgt zudem eine ökumenische Ausrichtung, die Autoren kommen sowohl aus der katholischen als auch protestantischen und orthodoxen Tradition.

Die Zeitschrift konnte von Anfang an mit der ideellen Unterstützung und persönlichen Mitarbeit von Hubert Jedin rechnen, dem Nestor der katholischen Konziliengeschichtsforschung, der als Ordinarius für Kirchengeschichte in Bonn bereits emeritiert war, aber noch an der Vollendung seines Lebenswerkes, der Geschichte des Konzils von Trient und der Herausgabe des großen Handbuchs der Kirchengeschichte arbeitete. Jedin gehörte dem wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift bis zu seinem Tode 1980 an. Desgleichen konnte Stephan Kuttner für den Beirat gewonnen werden, dem er bis zu seinem Tode 1997 angehörte. Seine Mitwirkung unterstrich die Bedeutung der Konziliengeschichtsforschung für die Geschichte des Kirchenrechts, was sich im Übrigen in zahlreichen Beiträgen mit dieser Thematik im AHC widerspiegelt.

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates des AHC sind derzeit: Peter Bruns/Bamberg, Philippe Chenaux/Rom, Evangelos Chrysos/Athen, Thomas Graumann/Cambridge, Johannes Helmrath/Berlin, Nelson H. Minnich/Washington D.C., Heinz Ohme/Berlin, Klaus Schatz/Frankfurt-St.Georgen, Boris Ulianich/Neapel, Petar Vrankić/Augsburg und Peter Wirth/München.

Das AHC versteht sich zwar als kirchengeschichtliche Zeitschrift, doch sind die Beiträge stets auch von allgemein historischem Interesse. Walter Brandmüller, der nach seiner Emeritierung als Professor für Kirchengeschichte in Augsburg als Präsident des Pontificio Comitato di Scienze Storiche tätig war, hat sich 2008 altersbedingt aus der Leitung des Forschungsprojektes Konziliengeschichte zurückgezogen. 2010 wurde er von Papst Benedikt XVI. in den Kardinalsstand erhoben. Die Leitung der Projektes ging an Johannes Grohe, Professor für Alte und Mittelalterliche Kirchengeschichte an der Pontificia Università della Santa Croce/Rom und Thomas Prügl, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Wien. Herausgeberin der Zeitschrift ist dabei die Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung e.V., als Schriftleiter fungieren Thomas Prügl und Johannes Grohe.

Die Beiträge im AHC begleiten und unterstützen darüber hinaus das große von Walter Brandmüller begründete Forschungsprojekt Konziliengeschichte, dessen Ergebnisse in den beiden Reihen Darstellungen (d.h. Abhandlungen zu einzelnen Ökumenischen oder Provinzialsynoden) und Untersuchungen (d.h. Forschungsbeiträge in Form von Monographien zu mit der Konziliengeschichte verbundenen Themen) veröffentlicht wird (Stand 2021: 24 Bände Darstellungen und 17 Bände Untersuchungen). Herausgeber der Konziliengeschichte sind seit 2008 Peter Bruns / Bamberg und Thomas Prügl / Wien.