Sunday 17. November 2019

Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Niccolo Steiner, Diego Laínez und Alfonso Salmerón auf dem Konzil von Trient. Ihr Beitrag zur Eucharistie- und Messopferthematik, Stuttgart 2019. 469 S.

 

Das Konzil von Trient (1545-1563) war für die Katholische Kirche das zentrale Ereignis des konfessionellen Zeitalters. Die beiden Jesuiten Diego Laínez und Alfonso Salmerón waren die einzigen Theologen, die an allen drei Sitzungsperioden des Konzils teilnahmen. Ihre Beiträge zur Eucharistie- und Messopferthematik stehen, gemeinsam mit den zentralen Themen Schrift und Tradition sowie Rechtfertigung, im Zentrum der Auseinandersetzung des Konzils mit den neu entstehenden Kirchen der Reformation. Der vorliegende Band arbeitet minutiös die Arbeitsweise der beiden Jesuitentheologen und ihren Anteil an den Trienter Dekreten zum Eucharistiesakrament und zum Messopfer heraus und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Konzils.


Heft 38/2 (12016(2017) des AHC erschienen

Aktuell

Das Heft enthält überwiegend Beiträge von der Tagung zur Konziliengeschichte, die unter dem Titel Konzil und Frieden vom vom 15.-17. September 2016 in Berlin statgefunden hat (zum Inhalt). 


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Alla ricerca di soluzioni nuova luce sul Concilio Lateranense V. Studi per i 500 anni del Concilio, a cura di Nelson H. Minnich, Libreria Editrice Vaticana: Città del Vaticano 2019. 396 pp.

 

Der Band veröffentlicht die Beträge eines vom Pontificio Comitato di Scienze Storiche im Jahre 2016 an der Lateranuniversität veranstalteten Kongresses aus Anlass der 500 Jahre des Abschlusses des V. Laterankonzils (1512-1517). Das Konzil, das wegen des Beginns der Reformation im Jahr seines Abschlusses keine starke Rezeption erfahren hat, ist auch in der wissenschaftlichen Forschung bislang wenig behandelt worden. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich nur noch vereinzelt Untersuchungen zu dieser Synode. Einer der wenigen Autoren, die sich der Erforschung des Lateranense gewidmet haben ist Nelson H. Minnich, Herausgeber des vorliegenden Bandes. Das von Papst Julius II. einberufene Konzil wird hier von 19 Autoren im damaligen bewegten internationalen politischen Kontext dargestellt und seine institutionelle und theologische Relevanz gewürdigt.

 


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Konzil von Konstanz (1414-1418) - Ansgar Frenken


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Bernward Schmidt, Kleine Geschichte des Ersten Vatikanischen Konzils, Herder: Freiburg i.Br. 2019. 376 S. ISBN: 978-3-451-38430-1

 

 

Anlässlich des 150. Jahrestages des I. Vatikanums bietet der Autor, Ordinarius für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Eichtstätt-Ingolstadt, eine historische Orientierung und schildert die Geschichte dieses Konzils. Die größeren Zusammenhänge in Theologie- und Kirchengeschichte kommen dabei in den Blick: die Auswirkungen der Revolutionen seit 1789, der Ultramontanismus, die Entwicklung einer spezifisch römischen Theologie. Die »Vorspiele« des Konzils mit dem Mariendogma von 1854 und dem »Syllabus errorum« von 1864 werden ebenso thematisiert wie die Verwerfungen, zu denen das Konzil nach 1870 geführt hat.


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

In der Reihe Studien und Texte, Band 65, der Monumenta Germaniae Historica ist erschienen: 

František Šmahel, Die Basler Kompaktaten mit den Hussiten (1436). Untersuchung und Edition. Wiesbaden: Harrasowitz 2019. XXII, 226 Seiten, 1 Tabelle.
Die vernichtende Niederlage im vierten Kreuzzug gegen die böhmischen Hussiten im August 1431 zwang die Repräsentanten des Basler Konzils, Verhandlungen über die Bedingungen eines Friedens mit dem Ketzerland aufzunehmen. Da die drei Monate währenden öffentlichen Disputationen über die hussitischen Reformforderungen in Gestalt der sogenannten “Vier Prager Artikel” im April 1433 ohne eine abschließende Übereinkunft endeten, vereinbarten beide Seiten, die Verhandlungen in Prag fortzusetzen. Das erste Konzept der Übereinkünfte in Gestalt der Kompaktaten fand in Prag im November 1433 eine vorläufige Billigung, doch dauerte es noch weitere drei Jahre, ehe die Kompaktaten im Juli 1436 in Iglau (Jihlava) feierlich verkündet werden konnten.
František Šmahel widmet sich in seiner Untersuchung einer umfassenden Analyse von Konzipierung, Beurkundung und Ratifizierung des Konkordats zwischen dem hussitischen Böhmen und dem Basler Konzil. Die beigefügte lateinische Ausgabe ad usum scholarum bietet die wörtliche Fassung jener zehn Urkunden, die sich als die eigentlichen Kompaktaten zwischen dem Basler Konzil und dem Generallandtag der Länder der Böhmischen Krone bezeichnen lassen.

Tagung zur Konziliengeschichte in Dresden, 15.-18. September 2020

Konzilien und die Welt der Klöster

Die Internationale Gesellschaft für Konziliengeschichte veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte an der Universität Dres­den (https://tu-dresden.de/dcpc/fovog) unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Melville in der Zeit vom 15.-18. September 2020 eine Tagung zur Konziliengeschichte mit dem Thema: "Konzilien und die Welt der Klöster". Dabei soll der großen Bedeutung des Mönchtums für die Konzilien des ersten Jahrtausends ebenso Rech­nung getragen werden wie des Beitrags der Ordensgemeinschaften im zweiten Jahrtausend, wo auf den Synoden einzelne Mönche, aber auch innerhalb der Ordensgemeinschaften entstandene theo­logischen Schulen großen Einfluss auf Lehr- und Disziplinardekrete genommen haben. Zu­dem haben sich Konzilien aller Epochen der theologischen Fundierung und disziplinären Ordnung des Ordenslebens angenommen.

Kontaktadressen für Anmeldungen bis zum 1. Sepbember 2019: Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Melville, Dresden (gert.melville@t-online.de), Prof. Dr. Thomas Prügl, Wien (thomas.pruegl@ univie.ac.at), Prof. Dr. Johannes Grohe, Rom (grohe@pusc.it)


http://www.konziliengeschichte.org/