Thursday 17. October 2019
Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Konzil von Pavia-Siena (1423-1424) - Ansgar Frenken


Neue Einträge

Lexikon der Konzilien

Konzil von Konstanz (1414-1418) - Ansgar Frenken


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

Bernward Schmidt, Kleine Geschichte des Ersten Vatikanischen Konzils, Herder: Freiburg i.Br. 2019. 376 S. ISBN: 978-3-451-38430-1

 

 

Anlässlich des 150. Jahrestages des I. Vatikanums bietet der Autor, Ordinarius für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Eichtstätt-Ingolstadt, eine historische Orientierung und schildert die Geschichte dieses Konzils. Die größeren Zusammenhänge in Theologie- und Kirchengeschichte kommen dabei in den Blick: die Auswirkungen der Revolutionen seit 1789, der Ultramontanismus, die Entwicklung einer spezifisch römischen Theologie. Die »Vorspiele« des Konzils mit dem Mariendogma von 1854 und dem »Syllabus errorum« von 1864 werden ebenso thematisiert wie die Verwerfungen, zu denen das Konzil nach 1870 geführt hat.


Neuerscheinungen zur Konziliengeschichte

In der Reihe Studien und Texte, Band 65, der Monumenta Germaniae Historica ist erschienen: 

František Šmahel, Die Basler Kompaktaten mit den Hussiten (1436). Untersuchung und Edition. Wiesbaden: Harrasowitz 2019. XXII, 226 Seiten, 1 Tabelle.
Die vernichtende Niederlage im vierten Kreuzzug gegen die böhmischen Hussiten im August 1431 zwang die Repräsentanten des Basler Konzils, Verhandlungen über die Bedingungen eines Friedens mit dem Ketzerland aufzunehmen. Da die drei Monate währenden öffentlichen Disputationen über die hussitischen Reformforderungen in Gestalt der sogenannten “Vier Prager Artikel” im April 1433 ohne eine abschließende Übereinkunft endeten, vereinbarten beide Seiten, die Verhandlungen in Prag fortzusetzen. Das erste Konzept der Übereinkünfte in Gestalt der Kompaktaten fand in Prag im November 1433 eine vorläufige Billigung, doch dauerte es noch weitere drei Jahre, ehe die Kompaktaten im Juli 1436 in Iglau (Jihlava) feierlich verkündet werden konnten.
František Šmahel widmet sich in seiner Untersuchung einer umfassenden Analyse von Konzipierung, Beurkundung und Ratifizierung des Konkordats zwischen dem hussitischen Böhmen und dem Basler Konzil. Die beigefügte lateinische Ausgabe ad usum scholarum bietet die wörtliche Fassung jener zehn Urkunden, die sich als die eigentlichen Kompaktaten zwischen dem Basler Konzil und dem Generallandtag der Länder der Böhmischen Krone bezeichnen lassen.

Tagung zur Konziliengeschichte in Dresden, 15.-18. September 2020

Konzilien und die Welt der Klöster

Die Internationale Gesellschaft für Konziliengeschichte veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte an der Universität Dres­den (https://tu-dresden.de/dcpc/fovog) unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Melville in der Zeit vom 15.-18. September 2020 eine Tagung zur Konziliengeschichte mit dem Thema: "Konzilien und die Welt der Klöster". Dabei soll der großen Bedeutung des Mönchtums für die Konzilien des ersten Jahrtausends ebenso Rech­nung getragen werden wie des Beitrags der Ordensgemeinschaften im zweiten Jahrtausend, wo auf den Synoden einzelne Mönche, aber auch innerhalb der Ordensgemeinschaften entstandene theo­logischen Schulen großen Einfluss auf Lehr- und Disziplinardekrete genommen haben. Zu­dem haben sich Konzilien aller Epochen der theologischen Fundierung und disziplinären Ordnung des Ordenslebens angenommen.

Kontaktadressen für Anmeldungen bis zum 1. Sepbember 2019: Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Melville, Dresden (gert.melville@t-online.de), Prof. Dr. Thomas Prügl, Wien (thomas.pruegl@ univie.ac.at), Prof. Dr. Johannes Grohe, Rom (grohe@pusc.it)


Honorarprofessor Dr. Erich Lamberz von der Aristoteles-Universität Thessaloniki geehrt

Ehrendoktorwürde für Erich Lamberz

Honorarprofessor Dr. Erich Lamberz (Ludwig-Maxiilians-Universität München) ist am 1. Juni 2019 von der Aristoteles-Universität Thessaloniki für seine überragenden wissenschaftlichen Leistungen mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.

Lamberz war nach Abschluss seines Studiums der Klassischen Philologie und der Philosophie an der Universität Bonn (1963-1970) in den Jahren 1970-1975 am Patriarchalischen Institut für Patristische Studien in Thessaloniki tätig und hat zahlreiche Studien zu den Bibliotheken der Athosklöster veröffentlicht. In den Jahren 1990 bis 2014 hat er im Auftrag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an der kritischen Ausgabe des VII. Ökumenischen Konzils (Nicaenum II) gearbeitet, mit der die 2. Serie der Acta Conciliorum Oecumenicorum ihren Abschluss findet. 2008, 2012 und 2016 konnte er diese monumentale Arbeit vorlegen: Concilium Universale Nicaenum Secundum, Concilii Actiones I-VII, Berlin / New York 2008-2016 (= Acta Conciliorum Oecumenicorum ser II, vol. III, pars I-III).  - Hier eine Besprechung dieser Edition im AHC (I, II und III).

     


Bischof Dr. Peter Kohlgraf neuer Vorsitzender

Neuer Vorstand der Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschunge.V.

Die Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung hat auf der Mitgliederversammlung am 2. und 3. Juni 2019 in Mainz einen neuen Vorsitzenden gewählt. Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein, der dieses Amt über 20 Jahre ausgeübt hatte, war aus Altersgründen zurückgetreten. Die Gesellschaft dankte dem scheidenden Vorsitzenden für seine engangierte Unterstüzung der Konziliengeschichte in all dieses Jahren. Zum neuen Vorsitzenden wurde der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf gewählt, dem die Gesellschaft für die Bereitschaft dankte, das Anliegen der Konziliengeschichtsforschung mit der charakteristischen Verbindung von historischer Methode und theologisch verantwortlicher Interpretation zu fördern (auf dem Bild Bischof Dr. Kohlgraf mit seinem Vorgänger Fürst Löwenstein sowie Vertretern des Vorstandes und des wissenschaflichen Beirates der Gesellschaft).        


http://www.konziliengeschichte.org/